Museum mit neuem Hinweisschild

Auch während der Corona bedingten Schließung des Regionalmuseums Reichelsheim Odenwald sind dessen Arbeitskreismitglieder weiter aktiv und empfangen die Besucher künftig mit einem neuen Hinweisschild.

Bereits 1554 inspirierte der natürliche Baustoff Holz die für den Bau des Zent- und Rathauses der Reichelsheimer Zent Verantwortlichen. So ist es heute nur folgerichtig, die Menschen mit dem Material Holz darauf hinzuweisen, was sich hinter der Eingangstür des historischen Gebäudes auf dem Rathausplatz verbirgt.

MUSEUM prangt in großen Buchstaben auf dem zwei Meter hohen hölzernen Aufsteller. Angeregt von der stellvertretenden Museumsleiterin Birgit Kalberlah hat sich die Reichelsheimerin Jutta Lang daran gemacht, ein aus einem Birnbaumstamm gesägtes Brett für diesen Werbezweck vorzubereiten.

Bereits bei der Auswahl des Werkstücks sprang den Museumsleuten dieses in seinen natürlichen Krümmungen erhaltene Teil ins Auge, da an dessen Rändern noch die Rinde haftet und im unteren Bereich die früher dort herausgewachsenen Äste zu sehen sind.

Zunächst übertrug Frau Lang die sechs Buchstaben mit Papierschablonen auf das ausgewählte Brett, um sie danach mit Stichsäge und feinem Werkzeug aus dem Holz herauszulösen. Schleifen und Ölen des Werkstücks waren danach die letzten Arbeitsschritte.

Albert Pfeifer, Mitglied des Arbeitskreises und dort für die Abteilung Handwerk zuständig, befestigte anschließend die massiven Standfüße und schweißte die weiteren Halterungen an.

Mittlerweile hat der repräsentative Aufsteller im Eingangsbereich des Museums seinen Platz gefunden. Sobald es die gegenwärtige pandemiebedingte Situation wieder zulässt, wird eine grüne Fahne mit der Aufschrift „Kommt rein!“ an seiner Spitze auf das geöffnete Museum aufmerksam machen und die Besucher in die Abteilungen Handwerk, Schule, Bahnpost, Bergbau und Reinheim-Reichelsheimer Eisenbahn einladen.

 

Bei der Vorstellung des repräsentativen Aufstellers vor dem Eingang des Reichelsheimer Museums hatten sich eingefunden (von links): Birgit Kalberlah, Arbeitskreismitglied Beate Laier und Museumsleiter Gerd Lode.

Text und Bild: Wolfgang Kalberlah