Abteilung Schulmuseum Odenwaldkreis

im Obergeschoss, links

 

Abteilungsleitung

Wolfgang Schwinn

Telefon 06164 2369


Schul- und Sozialgeschichte des Odenwaldes

Die Abteilung zeichnet die Schul- und Sozialgeschichte des Odenwaldes nach. Dazu werden im musealen Bereich mithilfe von Karten die Entwicklungen der Schulen im Odenwaldkreis dargestellt. Die Vitrinen enthalten von der Schiefertafel und dem Griffel bis zum elektronischen Rechner wichtige Exponate, die Kinder früher und heute während ihrer Schulzeit kennen lernen.

Der im Nebenraum eingerichtete Schulsaal versetzt die Besucherinnen und Besucher in die Zeit zurück, in der Schulbänke, Tintenfässer, Lehrerpult und Holzofen noch in Mode waren. Der Saal, in dem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Reichelsheimer Kinder tatsächlich unterrichtet wurden, enthält Gegenstände, die aus vielen Schulen im Odenwaldkreis zur Verfügung gestellt wurden.

 

  • Griffel
    Griffel
  • Klassenzimmer
    Klassenzimmer
  • Klassenzimmer2
    Klassenzimmer2
  • Lehrbuch
    Lehrbuch
  • Lesebuch
    Lesebuch
  • Ranzen
    Ranzen
  • Schulbänke
    Schulbänke
  • Schulglocke
    Schulglocke
  • Schulwesen
    Schulwesen
  • Sütterlin
    Sütterlin
  • Tafel
    Tafel
  • Tintenfass
    Tintenfass
  • Vitrinen1
    Vitrinen1
  • Vitrinen2
    Vitrinen2
  • Zirkelkasten
    Zirkelkasten


Blick in den historischen Schulsaal

Er ist komplett eingerichtet und ermöglicht Schulen, hier auf Anfrage einen richtigen Unterricht abzuhalten. Dies kann durch eine eigene Lehrkraft geschehen und durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des Museums. Eine Einführung in die deutsche Schreibschrift ist möglich. Beliebt ist der Saal auch bei Ausflügen von Lehrerkollegien.

Wer all diese Informationen noch vertiefen möchte, findet im Ausstellungsraum einen Monitor mit detaillierten Beschreibungen und einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis.


Musealer Bereich

Die Exponate in den Vitrinen zeigen,

  • wie sich der Materialbedarf eines Schulkindes im ersten Schuljahr in 100 Jahren gewandelt hat,

  • die Entwicklung der Schreibgeräte von Wachs- und Tontafel zu Kugel- und Filzschreiber,

  • Schulbücher aus dem oberen Gersprenztal des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts,

  • technische Mittler bis zu den ersten Schulcomputern und

  • handschriftlich geführte Schulakten (Lehrpläne, Monatsberichte, Zeugnisse), Schreibmaschinen und Computer, die später viele Verwaltungsaufgaben vereinfachten.


Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg förderte man das Schulsparen. Schulsparkässchen waren damals in fast jedem Schulsaal angebracht.

Die Reichelsheimer Schulglocke hing an der Außenwand des Rathauses des damaligen Schulgebäudes. Pausenhof war der Rathausplatz.

Schon in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts bot man den Schulen das Medium Rundfunk an. In den Fünfzigern waren Schulfunksendungen Bestandteile des Unterrichts. Die Zusammenstellung zeigt drei Generationen dieser Geräte, dabei ist ein spezielles Schulrundfunkgerät, das um 1950 den Schulen zur Verfügung gestellt wurde.

Für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der höheren Klassen der Volksschule, Realschule und des Gymnasiums, gab es Anschauungsmaterialien und Experimentiergeräte.


Schulsaal

Die Ausstattung eines Schulsaales um 1900 bestand aus:

- Pult und Pultstuhl

- Tafeln

- Waschgelegenheit

- Harmonium

- Ofen

- Bänken

- Schränken


An den Wänden hingen üblicherweise Kaiserbild, Kruzifix, Schrifttafel, Land- und Bildkarten.

 

  • Pult
    Pult
  • Schulwesen
    Schulwesen
  • Sütterlin
    Sütterlin
  • Tafel und Griffel
    Tafel und Griffel